Am Strand

Du darfst Dir keine Illusionen machen:
Wir wiegen schwer, doch wichtig sind wir nicht.
Wir meinen nur, dass diese Möwen lachen.
Dieses Rauschen heisst nicht, dass die Wellen
klagen, weil wir viel zu schnell vergehen.
Mehr als Treibholz sind wir ihnen nicht.
Diese Brandung murmelt vielleicht schon,
doch erzählt sie nicht von unsern Taten,
zu viel Nachsicht liegt in ihrem Ton.
Teilnahmslos ist dieser weite Himmel
über uns und unter uns der Sand.
Lass uns nicht versuchen, zu verstehen.
Lass uns einfach noch ein Stück weit gehen.
Absichtslos und still im Abendlicht.

Eine Antwort to “Am Strand”

  1. pong Says:

    Und sei’s nur um zu widersprechen

    Was ist schon Deine Schwere
    verglichen mit dem Stein,
    Dem, über den Du gestolpert,
    besoffen von Fragen, nicht Wein

    Der Wind lacht in den Wellen
    die verschlingen Deinen Stein
    Und besser noch Treibholzgesellen,
    Als von Bedeutung gefesselt und Schein.

    Was weiss schon der Geier vom Himmel,
    Gewiss mehr als ich und als Du
    Doch lieb die Illusion mir und teuer,
    Er sehe und höre mir zu
    Und liesse mich einst verstehen
    Weswegen, warum und wozu.

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