Als der Esel über die Brücke kam

Die Arztvisite folgte unmittelbar auf meine Rückkehr von meiner Expedition und natürlich hatte ich Schmerzen, die hauptsächlich vom assistierten Aufstehen und wieder ins Bett Kriechen herrührten, aber auf die Frage des Oberarztes, wie ich mich fühle, sagte ich ohne zu zögern: „Gut!“. Er war ziemlich jung und hatte eine einseitige Punkfrisur, und vielleicht war er mit seinem weissen Kittel gar kein Oberarzt, sondern lediglich der diensthabende Stationsarzt, denn es war Sonntag und das Spital lief nicht auf allen Zylindern.

Aber vielleicht war ich ja auch kein richtiger Patient und wir befanden uns alle in einem postum veröffentlichten Roman von Stanislaw Lem, in dem nicht nur die Dame am Empfang sondern auch der Autor längst nicht mehr wussten, wo die Realitätsebene gerade lag. Mit Bettenfahrstühlen war sie jedenfalls nach drei Tagen Schmerztherapie mit hin und wieder ein paar Substanzen aus dem Milchsaft des Schlafmohns nicht mehr zu erreichen.

Mit seinen zwei noch jüngeren Assistenzärzten, die hinter ihm stehend alles in ihre iPads tippten, was der Stationsarzt von sich gab (“Drei … auf jeden Fall, und 5 Tage ist eine gute Dauer”), hätten sie gut als das Leibarzttrio des gescheiterten Bundeskanzlers durchgehen können.

Ich fragte noch, ob die Bülow-Drainage noch lange meinen Brustkorb leerpumpen müsse, weil es mir schien, als würde sie mir mehr Schmerzen bereiten als alle sechs gebrochenen Rippen zusammen, aber er reagierte nicht auf meine Frage (ausser die 5 Tage wären seine vorweggenommene Antwort gewesen – haben Sie den Kopf angeschlagen?) und teilte mir stattdessen – bereits unter der Türe stehend – mit, das gestrige Röntgenbild hätte nichts Auffälliges zu Tage gefördert. Mich hätte auch das Unauffällige interessiert, denn schliesslich ging es um meine lädierte Lunge, aber die Arztvisite war beendet und ich senkte das Kopfteil per Knopfdruck wieder ab.

Die Visite hatte keine drei Minuten gedauert. Wenigstens blieb mir diesmal die Frage nach meinen Schmerzen auf einer Skala von 1-10 erspart. Moment, ich schau gleich nach!

Ich musste mich nun zuerst ein wenig erholen. Nicht von der Visite, aber von meiner Morgen-Expedition zur Toilette. Mich aufrichten (lassen), auf der Bettkante sitzen, aufstehen und mit dem Rollator den langen Marsch zur Toilette (ich schätze ihn auf 6, maximal 7 Meter) in Angriff nehmen, mich vor der Toilette stehend sammeln (alles natürlich unter Aufsicht eines Pflegers oder einer Pflegerin), nach geraumer Weile pinkeln, gottseidank, dann unter Stöhnen umdrehen, hinsetzen und 10 Minuten ergebnislos sitzen.

Dann gerade noch rechtzeitig (nicht einschlafen!) die rote Reissleine ziehen und den Bremsfallschirm öffnen, der mich kurz vor dem Aufprall auf dem Boden am Fuss der gewundenen Treppe mit einem Ruck hochhebt und mich und die Hunde sanft landen lässt. “Schwein gehabt”, lache ich zu meinem Kulturteam, das auf mich und die Hunde gewartet hatte, um ein Weihnachtsvideo zu drehen, das von Botschaft zu Botschaft um die Welt gegangen wäre. Wahrscheinlich auch ist, einfach ohne mich. So eine blödsinnige Idee aber auch (Haben Sie den Kopf angeschlagen?).

Es zahlt sich eben doch aus, dass ich diese geschwungene Holztreppe nie ohne Fallschirm hinuntergehe, auch wenn mich der eine oder andere Gast oder Mitarbeiter deswegen hinter meinem Rücken sicher schon belächelt hat.

Vor mir hätten zwei ruhige Wochen gelegen, mit einer durch die Covid-Massnahmen leergefegten Agenda und viel Zeit zum Schreiben und American Football schauen, bis dann nach Weihnachten zwei meiner Kinder nach Wien gekommen wären und Anfang Jahr auch meine Frau, die gerade in Israel weilte, um zum zweiten Mal Grossmutter zu werden. Viva la doppia nonna! (Grossmutter mag sie nicht).

Nun liege ich also im Allgemeinen Kranken Haus im 9. Distrikt in Wien und erkläre der ebenfalls weiss gekleideten Frau, die sich alle erdenkliche Mühe gibt, mir ein paniertes Etwas, diesmal mit Reis, schmackhaft zu machen, dass ich es wie gestern und vorgestern und übrigens auch morgen nicht essen werde, danke, aber nein danke.

„Die zwei Semmel vom Frühstück reichen völlig, um meinen Kalorienbedarf zu decken, gute Frau. Ich kann mich ja kaum bewegen“. Ich esse eine Hälfte um 9, eine um 11, eine um 15 Uhr zum Tee und eine am Abend, um mich zu stärken für die zweite Expedition des Tages, die mir jeweils etwas leichter fällt als die Morgenexpedition, nach all den Schmerzmitteln die tagsüber in mich getropft sind oder die ich geschluckt und unter der Zunge habe vergehen lassen.

Es geht mir gut. Es geht mir wirklich gut, auch wenn die rasche Antwort an den Oberarzt eher einem Reflex entsprang, den ich – nicht nur gegenüber Ärzten mit Punkfrisur – in meinem nun schon recht langen Leben entwickelt habe, vor allem in Spitälern. Man landet sonst unvermittelt in der Röhre und die Krankenkasse weigert sich später, die Rechnung zu bezahlen (“Embolien und Sturzgeburten werden bei uns ambulant abgehandelt”).

„Haben Sie den Kopf angeschlagen? Ich muss Sie das fragen.“ Ich öffne die Augen und sehe eine junge Frau in einem blauen Kittel. „Nein“ sage ich. Ich wiederhole mich gerne, denn ich habe wirklich kein Kopfweh. Dann schliessen sich meine Augen wieder. Erst ein paar Tage später stelle ich fest, dass ich doch eine kleine Beule habe, hinten links, und denke, dass es eigentlich unverständlich ist, dass nach einem solchen Sturz niemand meinen Kopf abgetastet hat. Wie hätte ich meinen Kopf spüren sollen, wenn die Schmerzsignale von den sechs gebrochenen Rippen wie eine Blechkapelle alles andere übertönten? Aber vielleicht haben sie meinen Kopf ja abgetastet, mehrmals und sorgfältig. Man kriegt nicht alles mit.  

Nach weiterem Überlegen komme ich rasch zum Schluss, obwohl ich momentan mehr Zeit hätte, nachzudenken, dass es mir nicht nur gut, sondern ausgezeichnet geht. Wer ganz oben auf einer geschwungen Holztreppe mit 36 Stufen ins Wanken kommt und mit zwei Zwergpudeln unter den Armen die ganze Treppe hinunterstürzt, weil er einen Fehltritt mit dem nächsten ausbalancieren will und schliesslich in horrendem Tempo unten ankommt, kurz vor dem fürchterlichen Aufprall auf dem Boden die Pudel in die Höhe werfend, damit sie sich nicht verletzen (man denkt tatsächlich im Fallen), der hat unfassbares Glück gehabt, wenn alles, was er davonträgt, sechs gebrochene Rippen und ein Pneumothorax sind. Obwohl man – und ich erwähne das hier nur deshalb, weil es mir in den Sinn kommt, nicht weil ich einen Hang zum Dramatischen hätte – mit gebrochenen Rippen noch nicht ganz aus der Herberge ist, wie die Franzosen so schön sagen. Aus dem Spital übrigens auch nicht, und das ist wohl gut so.

Vor vielen Jahren, ich war damals um die Vierzig und hatte mich gerade von meiner ersten Frau getrennt, fuhr ich einmal mit meinem gelben Motorrad von Bern nach Zürich zu einer Frau, die ich ein paar Wochen zuvor auf einer Dating-Plattform kennengelernt hatte. Ihr Name fällt mir gerade nicht ein, aber ich wüsste ein paar Eselsbrücken, über die ich ihn wahrscheinlich schnell finden würde. Es scheint mir jedoch besser und irgendwie anständiger, respektvoller, ihn nicht zu nennen, auch wenn wir nichts Unanständiges miteinander angefangen haben, damals.  

Sie wohnte in einem Aussenquartier von Zürich und ihr Wohnort hatte mich zusammen mit ihrem Namen, sofern es denn ihr richtiger Name war, und nicht lediglich ihr Plattformname, vermuten lassen, dass sie vielleicht einen meiner Freunde kenne könnte, der hier aufgewachsen war.

Es war dann aber nicht der Fall. Das heisst, ich habe sie gar nicht danach gefragt, weil ich im Augenblick, als sie die Türe öffnete, wusste, dass sie meinen Freund nicht kannte. Ebenso rasch wusste ich bei ihrem Anblick und noch mehr beim Anblick ihrer Wohnung, dass es ihretwegen keine zweite Fahrt von Bern nach Zürich geben würde. Nicht am Feierabend und schon gar nicht an einem Wochenende.

Es war nicht, dass sie nicht hübsch gewesen wäre. sie war durchaus hübsch, aber sie machte auf mich von der ersten Sekunde weg einen ganz und gar biederen Eindruck. Wobei ich mich gleich bei ihr entschuldigen möchte, für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass sie diese Zeilen irgendwann einmal lesen und sich darin wiedererkennen sollte.

Was heisst bieder und was meine ich damit (meist nicht das gleiche)? Ich kann bieder schlecht erklären, aber vielleicht ist das bereits die Erklärung. Am besten erzähle ich, wie es weiterging. Vor dem Nachtessen sassen wir nebeneinander auf ihrem Sofa und tranken Tee. Es war so, als würde ich mit einer Nachbarin meiner Mutter, die mich freundlicherweise eingelassen hatte, warten, bis meine Mutter, die meinen angekündigten Besuch vergessen haben musste, nachhause kommt.

Irgendwann ergriff ich ihre Hand, aber nach einer Weile liess ich sie wieder los. Als meine Mutter noch immer nicht kam, gingen wir zu Tisch und sie erzählte mir, dass sie sich diese Wohnung vor vier Jahren (oder waren es sechs?) gekauft hatte. Bald nach der Scheidung. Diese Wohnung sei das Allerwichtigste für sie. Ja, ich glaube, das hat sie so gesagt: das Allerwichtigste.

Obwohl die Frau etwa in meinem Alter war, (“Frau, in Deinem Alter, mit Sofa, sucht Kontakt”) war sie gekleidet wie eine Nachbarin meiner Mutter und ihre Einrichtung sah aus wie ich mir die Einrichtung der Nachbarin meiner Mutter vorgestellt hätte, wenn ich darüber nachgedacht hätte. Sie habe ihre Wohnung sehr sorgfältig (womit sie geschmackvoll gemeint haben muss) eingerichtet und sie lasse nicht viele Leute in ihre Wohnung, sagte sie. Der Zusammenhang offenbarte sich mir nicht sofort, aber ja, ich nahm gerne noch drei Bratkartoffeln.

Wir tranken je ein Glas gekühlten Weisswein und ein Glas wohltemperierten Rotwein und ich überlegte mir angesichts der bereits ziemlich missglückten Begegnung, ob ich ihr von meinen richtigen Kindern oder von erfundenen erzählen sollte, falls sie mich nach ihnen fragen würde. Aber sie fragte mich nicht. Stattdessen erzählte sie mir von ihrem Grossvater, den sie sehr geliebt habe.

Er sei vor einem halben Jahr in seinem geliebten Garten beim Kirschenlesen von der Leiter gefallen (eine Sprosse sei gebrochen) und habe sich zwei Rippen gebrochen. Nach zwei Tagen im Spital habe man ihn entlassen und in der ersten Nacht zuhause sei er gestorben, weil eine der gebrochenen Rippen seine Lunge durchstochen habe. Tränen kamen ihr hoch. Ich legte meine Serviette gefaltet neben meine Teller und ging um den Tisch herum, um sie zu trösten.

Daraus ergab sich unser erster Kuss und bald darauf waren wir in ihrem Bett, das aussah wie das Bett, das in meiner Erinnerung im Schlafzimmer meiner Grosseltern stand. Sogar ein Kreuz hing über dem Kopfteil, ich konnte es kaum glauben, und ich kam mir vor, als würde ich ihr gerade dabei helfen, ihren betagten Mann zu betrügen und meine Mutter schwer zu enttäuschen.

Als wir fertig waren und ich zu ihr sagen wollte, es sei schon spät und es daure eine ganze Weile, bis ich mit dem Motorrad zurück in Bern sei, sagte sie überraschenderweise, ich könne bei ihr übernachten. “Oh…” sagte ich.

“Nimm Dein Kissen mit” sagte sie, und ging mir voran „Die sind besser als die im Gästezimmer.“ Ich schluckte leer, nahm das Kissen unter den Arm und folgte ihr ins Gästezimmer. Sie hatte sogar eine frische Zahnbürste und Zahnpasta für mich. Ich küsste sie auf die Stirne, wie man das nach 20 Jahren Ehebruch macht, merkte mir die Möbel im Flur, damit ich in der Dunkelheit nicht darüber stolpern würde, und legte mich in ihr Gästebett.

Mein Plan war, zu warten, bis Maggie (sobald ich die Augen schloss, kam der Esel über die Brücke) schlafen würde, und dann leise zu verschwinden. Der Schlüssel, dessen hatte ich mich versichert, steckte. Aber wie lange würde ich warten müssen, bis Maggie sicher schlief? So adrett wie sie war, durfte ich nicht darauf hoffen, dass sie schnarchte.

Als ich mich gerade mit dem Gedanken anzufreunden begann, die Nacht im Gästebett zu verbringen und frühmorgens mit dem glaubhaften Hinweis auf eine frühe Sitzung die Flucht zu ergreifen, öffnete sich die Türe und Maggie kroch unter meine Decke.

Ich sah aufziehende Schmach. Wie sollte ich nur 10 Minuten nach einem durchschnittlichen Vergnügen bereits wieder meinen Mann stellen? Aber meine Befürchtung war völlig umsonst. Sie küsste mich mit einer Innigkeit, die mich im Nu wieder weckte und am Ende erhob sich ihr Grossvater inmitten eines Spatzenschwarms (oder waren es Amseln?) aus dem Kirschbaum und drehte fröhlich zwitschernd über dem Milchbuck in Richtung Bern ab. Maggie und ich schliefen zufrieden ein (jedenfalls glaubte ich, dass sie das auch war), eng umschlungen und unsere Köpfe nebeneinander auf einem ihrer Qualitätskissen.

Auf der Fahrt nach Bern am kommenden Morgen hielt ich bei der Tankstelle in Würenlos und sah, dass eine stattliche Heuschrecke es sich auf meinem Lenker bequem gemacht hatte. Sie sass direkt neben der Kupplung und machte keine Anstalten, abzuhauen, als ich sie berührte. Sie wollte offensichtlich mitfahren, und das tat sie dann auch. Erst in Ausserholligen, an der Freiburgstrasse, als ich mein Motorrad die kleine Rampe hoch in den Keller rollte, hüpfte sie in die Wiese.

Ich hatte es nicht eilig, denn anstelle einer erfundenen frühen Sitzung erwartete mich ein freier Tag. Ich suchte und fand die CD von Rod Stewart, machte mir einen Kaffee und rauchte auf dem Balkon eine Zigarette. „Oh Maggie I Shouldn’t have tried…. anymore“.

Maggie wäre in der kurzen Reihe von Frauen, die ich damals auf Plattformen kennenlernte, irgendwo in der Mitte der Skala von 1-10 gelandet, wenn ich damals eine Skala gehabt hätte. Eine 10 hätte ich nie vergeben können. Aber ich war ja selber auch weit davon entfernt, eine 10 zu sein, hätten die Frauen eine Skala benutzt. Maggie war eine überraschende 5, die als 2 angefangen hatte.

Die schlechteste Bewertung hätte ich einer Frau aus Solothurn geben müssen. Ich besuchte sie mit dem Zug, da die Wettervorhersage für die Nacht Regen angesagt hatte. Wir sassen auf ihrem Sofa (alle meine Dates hatten ein Sofa) und haben geredet, während der Fernseher lief. Ich kann es nicht haben, wenn der Fernseher läuft, ohne dass man sich eine Sendung wirklich anschauen will, aber ich sagte nichts.

Ich weiss nicht mehr, worüber wir geredet haben, und noch viel weniger könnte ich sagen, was am Fernseher lief. Nach einer ganzen Weile auf dem Sofa haben wir uns geküsst, glaube ich, obwohl kein einziger Grossvater gestorben war, und dann sind wir irgendwann in ihrem Bett gelandet. Dort hat sich ausser ein paar weiteren Küssen nichts Nennenswertes ergeben und irgendwann, kurz vor Mitternacht, sagte sie wie aus dem Nichts: „Du kannst übrigens nicht hier übernachten“.

„Und das sagst Du mir erst jetzt?“ antwortete ich, sprang auf und zog mich so schnell es ging an. „Der letzte Zug fährt in 8 Minuten…“ Ich stürzte aus der Wohnung und rannte durch den strömenden Regen in Richtung Bahnhof. Ich hatte Glück und erreichte den Zug gerade noch – zusammen mit dem Schaffner sprang ich völlig durchnässt und nach Atem ringend in den letzten Wagen, der sich, so schien es mir, bereits in Bewegung gesetzt hatte.

Was für eine saublöde Kuh, dachte ich. Es war völlig OK, dass nichts lief, und ebenso OK, dass sie nicht wollte, dass ich die Nacht bei ihr verbrachte. Aber sie wusste, dass ich mit dem Zug gekommen war, sie kannte die Distanz zum Bahnhof und sie muss gewusst haben, dass es nach Mitternacht keine Züge mehr gab.

Am nächsten Abend schrieb sie mir eine Mail und teilte mir mit, sie möchte mich wiedersehen, was mich einigermassen verblüffte. Ich hatte offenbar ihren „Rennt durch den Regen nach Hause“ Test bestanden, aber ich verspürte keinerlei Lust, sie wiederzusehen. Wer weiss, was sie noch für Tests auf Lager hatte.

Ich änderte noch am selben Abend mein Profil auf der Dating Website. „Mann um die Vierzig sucht Frau ohne Sofa. Mietwohnung in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs angenehm.“ Aber es sollte mein letztes Date gewesen sein. Wenige Tage später stellte mir ein Freund, der im selben Quartier wie Maggie aufgewachsen war, seine Exfreundin vor, die dann meine Freundin wurde und 7 Jahre lang blieb. Sie hat den Hüftwechsel noch miterlebt.

Ich blieb nach meinem Treppensturz 8 Tage lang im Spital. Im Patientenbrief, den ich bei der Entlassung aus dem Allgemeinen Krankenhaus erhielt, stand neben anderen Dingen auch der Satz: „Der Patient gibt an, den Kopf nicht angeschlagen zu haben, obwohl er mehrmals danach gefragt wurde.“ Die Sache mit dem Kopf scheint wichtig zu sein. Während man bei sechs gebrochenen Rippen (immerhin die Hälfte des linken Brustkorbes) nur warten kann, bis sie von selbst verwachsen. Gestern ist die harte Kruste des Eingangs der Drainage abgefallen. Ich hielt sie in der Hand und sie erinnerte mich an die unzähligen Krusten, die ich als Kind so gerne von meinen Knien gekratzt hatte. Verrückt, was seither alles passiert ist.    

3 Antworten to “Als der Esel über die Brücke kam”

  1. Gerhard Says:

    Hallo Walter, Du machst ja Sachen (hast Du auch schon immer gemacht), wünsche gute Besserung und freue mich auf Deine Geschichten, hast jetzt ja auch mehr Zeit weil Du Dich schonen musst.

  2. Luciano Says:

    Tschou Caballo
    I love it ausser deinem schmerzvollen Sturz… (es sind sicherlich nur 10 Stufen – ich werde sie hoffentlich bald persönlich zählen). Bist du sicher, dass es vom CH Kulturteam vom ‚falling angel´ kein Video auf Youtube gibt ?]. Was sind Dating platforms auf einer Skala von 1 – 10 ? Diesem Blog gebe ich eine starke 8. Take care buddy ( nächstes Jahr mit dem gelben Bike auf der Route 66 !)

  3. Rafaela S Says:

    Lieber Walter.. das war ein ganz schlimmer Sturz -ich hoffe daß die Schmerzen jetzt nicht mehr so arg sind! Wünsche Dir eine rasche Besserung und freue mich immer Deine pikanten Geschichten zu lesen!

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