Die Sanierer

7. September 2012

Dazwischen gekommen

7. September 2012

oft ist mir etwas
dazwischen gekommen

nichts Wichtiges jedenfalls
weiss ich nicht mehr, was es war

kann auch nicht sagen
was ich sonst unternommen hätte
oder behaupten es wäre
wichtiger gewesen
als was mir dazwischen kam

vielleicht war ich einfach
nicht konzentriert genug
auf das Leben

wahrscheinlich sind wir das
alle nur selten und
vielleicht reicht das ja auch sei nicht immer
so streng mit Dir

Irgendwo in Karosta

5. September 2012

Rat an einen ruhelosen Blogger

31. Juli 2012

Du brauchst nicht zu allem
etwas zu sagen,
was passiert auf der Welt.

Du musst keine Antwort geben
auf sämtliche Fragen,
die man Dir nicht stellt.

Alles läuft wunderbar –
ganz ohne Dich.
Alles geht ganz von alleine
gut oder schief.

Geh getrost weiter.
Leicht ist das eigne Gewicht.

Sei betrübt oder heiter.
Denk Dir das Deine.
Lesen müssen wir es nicht.

Irgendwo in Polen…

31. Juli 2012

Der Tod in den Zeiten der Abfalltrennung

4. Mai 2012

Wie klar wir es auch
zu trennen versuchen: das Wesentliche
vom Unwesentlichen
das Notwendige vom Überflüssigen
das Besondere vom Beliebigen
das Geliebte vom Überdruss
die Spreu vom Weizen:

am Ende entgleitet uns alles
was uns nicht schon unterwegs
abhanden gekommen ist
und liegt losgelassen
von Hand und Gedächtnis 
wie trockenes Laub
in einem verwilderten Garten

Für einen kurzen Moment noch
wirbelt der Wind durcheinander
was uns lieb war
und was wir gar nie wollten
was uns wichtig war
und was uns belanglos schien

Dann wird es still und die Spreu
kehrt zum Weizen zurück
und alles beginnt wieder
ohne uns von vorne

Cocktail-Crowd (Detail, Öl auf Canvas 180x100cm)

26. Februar 2012

Nahosttraum

17. Februar 2012

Es kommt drauf an

17. Februar 2012

Wir hoffen oder hoffen nicht –
es kommt drauf an, wovon man spricht.

Der Krieg, den wir nun laut beklagen –
es kam so, wie mit allen Kriegen:
wir hätten ihn so gern vermieden,
und hofften, die Vernunft wird siegen.
Doch die Vernunft war angeschlagen
und spielte nur auf Unentschieden.

Wir wissen oder wissen nicht –
es kommt drauf an, wovon man spricht.

Wo Wissen hilft, sind wir bewandert, und wandern
wenn auch nur auf Krücken, bis es nicht mehr weitergeht.
Wo Wissen stört, sind Wissenslücken ein beliebtes Ruhekissen.
Es muss nicht jeder alles wissen.
Für irgendwas hat man die andern,
und wohl tut, was man nicht versteht.
Die Blüte jedes Intellekts
ist Zier und Tücke des Subjekts.

10. Februar 2012