Mein Haubenwellensittich

29. März 2010

Jeden Morgen erwache ich in einen Konflikt. Eigentlich glaube ich zu wissen, dass es verschiedene Konflikte sind, und man erwartet von mir mit einem gewissen Recht, dass ich sie unterscheiden kann, aber langsam kommen Zweifel in mir auf, und ich muss mich immer mehr dagegen wehren, ins Grübeln zu kommen, ob es sich um einen einzigen Konflikt handeln könnte.
Bezeichnenderweise kommen diese Zweifel nicht beim Erwachen auf. Wenn ich erwache, steht der Nahostkonflikt klar im Vordergrund und verdrängt noch beim Frühstück alles andere, den Geruch des Kaffees, die Konfitüre und sogar die Sportberichte. Auch im Büro bleibt für andere Konflikte zunächst wenig Raum. Die Zeitungen, das Internet und meine Mailbox sind schon am frühen Morgen voll von Berichten über den Nahostkonflikt, während meine anderen Konflikte abgesehen von meinem Freundeskreis, der sich wegen der Zeitverschiebung noch eine Stunde Schlaf gönnt, niemanden interessieren, wofür ich dankbar bin.
Am Abend kann das anders sein. Am Abend kann ich mir vorstellen, mir einen Vogel zu kaufen. Ich stelle mir dann zum Beispiel einen Haubenwellensittich vor. Sie sollen gesprächsbereit sein, wenn man sie von früh auf und alleine hält, weil sie einem dann als etwas gross geratenen Sittich erkennen, der zwar die Sprache schlecht spricht, sich aber hörbar Mühe gibt.
Im Internet findet man Seiten, die Haubenwellensittiche samt Zubehör anbieten. Ich bin noch nicht auf eine dieser Seiten gegangen, weil ich es an meinen sittichfreundlichen Abenden noch nie bis zum Entschluss gebracht habe, mich über die zum Erwerb eines solchen Vogels notwendigen Schritte zu informieren. Das Zubehör verunsichert mich ausserdem. Kommt der Vogel mit Ersatzflügeln?
Das wahrscheinlich Schönste an einem Haubenwellensittich wäre seine vielgepriesene Gesprächsbereitschaft.  Er könnte mir als lebendes Beispiel für Lösungsansätze im Nahostkonflikt dienen, indem ich zeigen könnte, dass er mit mir zu sprechen bereit ist, obwohl ich weder Flügel habe noch ihm sonst irgendwie ähnlich bin. Ich bin frei und halte ihn gefangen und trotzdem spricht er mit mir. Er ist von mir abhängig und weiss trotzdem, dass ich ihn bewundere. Manchmal kratzt er  mich mit seinem Schnabel fast zärtlich an der Nase.
Auch der Haubenwellensittich könnte nicht alle meine Konflikte lösen, ich weiss. Wahrscheinlich nicht einmal meinen einzigen. Ich stelle es mir trotzdem schön vor, ihn als Gefährten zu haben. Er wäre mir mehr als ein Haustier. Jemand, der da ist, wenn ich von meinem Konflikt und mit meinen Konflikten nachhause komme.  Er müsste mich nicht einmal fragen, wie mein Tag war. Es würde mir reichen, glaube ich, wenn er da wäre am Morgen, wenn ich in meine Konflikte erwache, und immer noch da am Abend, wenn ich nachhause käme.
Ab und zu würde ich ihn fragen, ob er wegfliegen würde, wenn ich tagsüber seine Käfigtüre und ein Fenster offen liesse. Wegfliegen und nie mehr wiederkehren, mir und meiner Konflikte überdrüssig. Dann würde er den Kopf vorneigen und mich ganz leicht an der Nase kratzen.

Treviso

24. Januar 2010

Die Ziegel stammen aus Treviso. Sie versuchen, diskret zu sein, aber sie sind etwas aufdringlich, vor allem im Sommer.  Es gelingt mir nicht, auf einen Stuhl auf meiner Terrasse zu sitzen und den Kopf in den Nacken zu legen, ohne den Schriftzug zu lesen. Ich war noch nie in Treviso, was mir aber vermutlich nicht geschadet hat, denn es soll sich von je her um eine undankbare Stadt gehandelt haben.
Obwohl sie 1164 von Barbarossa den Status einer reichsfreien Stadt erhielt, hat sie sich kurz danach von ihm ab und seinen Feinden zugewendet. Barbarossa musste seine Gemahlinnen danach anderswo umbringen und Treviso erlebte in der Folge seine Blütezeit. Der Herrschaftsbereich wurde ausgedehnt und die Stadt ausgebaut, hauptsächlich mit Ziegeln. Die trevisischen Dachdecker waren dermassen geschickt und schnell, dass die Maurer und Zimmerleute nicht mehr nachkamen. Ein Teil des neu erworbenen Herrschaftsgebietes von Treviso bestand in den nächsten 175 Jahren vor allem aus flachen Ziegeldächern, die gespreizt und giebellos auf dem eroberten Boden lagen. Das konnte auf die Dauer nicht gut gehen, weil  die neuen Untertanen sich bald beschwerten und nach Herren Umschau hielten, die Unterstand anbieten konnten. Treviso verlor nach und nach seinen Einfluss auf die Landschaft und musste sich 1339 in den Schutz von Venedig begeben, mit dem es seither einigermassen solidarisch untergeht.
1797 übernahmen die Österreicher die Macht in Treviso und gaben sie erst 1866 wieder zurück. Vorherige Anfragen waren jeweils mit dem Bescheid abschlägig beantwortet worden, man könne Ziegelfabriken nicht an ein Fürstentum zurückgeben und warte auf die Entstehung eines italienischen Nationalstaates.  Aber wie gesagt, ich war nie selber dort und man müsste das alles einmal nachprüfen.
Hingegen war ich in Teheran und in Berlin. Von allen drei Städten hat mir Teheran am besten gefallen. Der damalige Staatspräsident galt im Westen als liberal, bis ihm jemand ein Wörterbuch schenkte.  Heute ist alles komplizierter und undurchsichtiger. Der Nachfolger des Nachfolgers des damaligen Präsidenten bedroht den Staat, in dem ich momentan lebe, mit Vernichtung, und ich bin der einzige hier, der nach Berlin ausweichen könnte.

Das Gürtelrüss

16. Januar 2010

Das Gürtelrüss gehört zur sozialzoologisch schwer fassbaren Familie der Limbobilen und wirkt meistens abwesend bis apathisch. Es kann praktisch überall überleben, wo genügend Pausen gewährt werden und der Leistungsdruck nicht zu hoch ist. Für die Nahrungsaufnahme zieht es sich in verborgene Winkel zurück. Da seine Verdauung die Nahrung restlos absorbiert und verwertet (mit Ausnahme eines nach frischen Ledergurten riechenden Gases, welches es zwei Tage nach der Mahlzeit durch seinen kurzen Rüssel abgibt) und man somit auch nicht aufgrund von Kotfunden Rückschlüsse auf  seine Nahrung ziehen kann, ist bis heute nicht bekannt, wovon sich das Gürtelrüss ernährt.  Gürtelrüsse sind trotz ihrer zur Schau gestellten Teilnahmslosigkeit im Grunde sehr gesellige Tiere. Am liebsten spielen sie Domino oder einfache Versionen von Trivial Pursuit mit ungefähr gleichgrossen Tieren, die sie in den letzten Ferien kennengelernt haben.  Wenn ein Gürtelrüss ein Spiel gewinnt, kann es ohne weiteres  die ganze Nacht durchtanzen und den unterlegenen Spielgefährten am nächste Morgen geduldig und hingebungsvoll das Fell lecken. Forscher haben daraus den Schluss gezogen, dass die oberflächliche Apathie dem Gürtelrüss lediglich zur Tarnung dient, um auf uninteressante Zeitgenossen langweilig zu wirken und sie zum Weitergehen  zu veranlassen.

(zitiert aus Walters Tierleben, 4. Auflage, Hirnfort am Main, 1975)

An nasskalten Tagen kann man vierzig Jahre weit riechen

15. Januar 2010

Die Sonne scheint. Der ganze Sportplatz vor der Schule ist mit verschiedenen Posten bestückt, an denen sportliche Leistungen gemessen werden. An jedem Posten steht eine Gruppe aufgeregter Kinder. Fünfzig-Meter-Lauf, Kugelstossen, Weitsprung, Hochsprung, Erinnerung, Stangenklettern.
Meine Gruppe ist beim Weitwurf. Rolf, der vor mir zum Werfen kommt, nimmt einen so langen Anlauf, dass er seine ganze Kraft beim Abwurf schon verpufft hat. Der Geruch von nassen Kleidern in der Strassenbahn.
Der Lehrer schreitet am Rand der Wiese die Markierungen ab. „23 Meter!“, ruft er. Johann, der wegen seinem vertretenen Fuss ausgerechnet heute nicht turnen kann, sitzt beim Abwurf und notiert die Weite für Rolf in ein Heft.
23 Meter. Dann bin ich an der Reihe. „Sie können jetzt Platz nehmen“, sagt die Assistentin, „Dr. Heinemann ist gleich bei Ihnen.“  Ich nehme weniger Anlauf. Schweiss und nasse Kleider. Und kalt von den Füssen her. Ich konzentriere mich voll auf den Abwurf und denke dabei an nichts anderes als an mein grosses Ziel: Mit dem kleinen Lederball das Panoramafenster der Schulzahnklinik am anderen Ende der Wiese einwerfen.

Es ist ein kalter Tag. Die Sonne scheint. Ich drücke den Ball in meiner Hand zusammen. Ich mache ihn noch kleiner und schwerer als er schon ist. So muss es möglich sein. Nur das Klingeln stört ein wenig.
Mein Handy. Ich habe es im Mantelsack gelassen und der Mantel hängt draussen an der Garderobe. Dr. Heinemann scheint das Klingeln nicht zu hören. Ich kann jetzt nicht sprechen. Mein Mund ist von Watterollen aufgesperrt. Die Assistentin ist entweder taub oder völlig desinteressiert. Sie kann jemand anderen heiraten. Ich bin in Franziska verliebt. Aber sie weiss es nicht.
Ich blinzle in die Sonne und stelle mir die Flugbahn des Balles vor. Ein kalter Tag und es regnet und ich habe den Schirm vergessen. Wenn ich mich voll konzentriere, mich ganz in diesen Wurf gebe, mein Herz, meine Kraft, meine Träume, meine Wut  – dann wird das grosse Fenster in Brüche gehen. Da bin ich mir ganz sicher.
Klingelt mein Name? Unmöglich, dass ich das während dem Bohren höre. Ich spüre ja nichts. Lächerlich. Die Spritze in den Rachen hat mich gefühllos gemacht. Nur die Füsse sind kalt. Und dann höre ich doch etwas.
„64 Meter!“ ruft der Lehrer, „64 Meter – unglaublich!“
Unmöglich, es regnet ja. Und wer bezahlt das jetzt? Meine Eltern? „Sie können jetzt spülen“. Klingelt mein Handy? Die Kinder strömen alle zusammen. Die ganze Schule versammelt sich auf der Wiese vor dem in Brüche gegangenen Panoramafenster im ersten Stock der Schulzahnklinik. „Können sie mich hören?“
Meine Klassenkameraden haben mich auf ihre Schultern gehoben und tragen mich johlend über die Wiese. Läuft mir da Speichel aus der Mundecke? Jemand gibt mir einen Klaps auf die Backe. Da spüre ich doch nichts, Johann. Er hält mir etwas unter die Nase. Quer über das Weitenheft hat er mit grossen Buchstaben WELTREKORD! geschrieben, und darunter: Scheibe kabutt!
Er schwenkt das Heft unter meinen Augen und ruft mir etwas zu. Sein Atem riecht nach Äther. Ich muss ihm das einmal sagen.
„Sie können jetzt spülen!“ sagt der Lehrer. Ich schaue ihn an in seinem weissen Kittel. Das habe ich befürchtet. Er hat es meinen Eltern gesagt. Weltrekord. Unglaublich.
Das ist wirklich mein Handy. Ich muss rausgehen und es holen, bevor es aufhört zu regnen. Den Mantel auch gleich.
„Spülen, bitte.“ Der Mann im weissen Kittel zeigt mit seiner Hand auf das Glas neben mir mit dem rosagefärbten Wasser. Noch eine Hand, die wie meine aussieht, kommt in mein Gesichtsfeld und greift nach dem Glas. Keine Ahnung, wo die herkommt. Ich nehme einen Schluck Regenwasser und lasse es im Mund zirkulieren. Ist er geschlossen, mein Mund? Können Sie bitte nachschauen, Herr Doktor? Ich mag es nicht, wenn mir in Anwesenheit der Assistentin Speichel aus dem Mund läuft. Obwohl sie es gar nicht mitkriegen würde. Sie ist auf eine Scherbe gestanden und mit ihrem Schuh beschäftigt.

„Das ist Schulhausrekord“, ruft Rolf, „Das hat überhaupt noch nie jemand geschafft“. Ich lasse das Wasser aus meinem Mund in das Spülbecken fliessen – es rinnt über meinen gefühllosen Unterkiefer und dreht sich in einem rostroten Strudel in den Ausfluss. Es regnet. Ich darf meinen Schirm nicht vergessen.
„Ist alles in Ordnung?“,  fragt Dr. Heinemann. „Fühlen sie sich gut? Sie sind ein bisschen blass geworden.“
Er trägt einen Mundschutz und durchsichtige Handschuhe. Eigentlich seltsam, für eine Lehrer. Ich nicke trotzdem. Es geht mir prächtig. Ich spür überhaupt nichts. Hinter ihm am Boden liegt der kleine Lederball zwischen den Scherben. Draussen regnet es. Man hört Kindergeschrei. Es muss eine Schule in der Nähe sein.

Die Assistentin lehnt sich über mich und stellt die Stuhllehne gerade. Ich schaue ihr kurz in die Augen und bin mir nicht sicher, ob sie ahnt, dass ich mich in sie verliebt habe. Ich wische mir mit einem Papiertaschentuch den Mund ab. Wassertropfen gehen an der grossen Fensterfront nieder, vereinigen sich zu kleinen Rinnsalen, werden schneller.
Unten auf der Wiese steht ein Lehrer und rollt das Messband ein. Ich kenne ihn. Ich kenne ihn von irgendwoher. Nur etwas älter ist er geworden. Er streicht sich eine nasse Strähne grauen Haars aus der Stirne. Müsste eigentlich schon lange in Pension sein. Hat er jetzt hochgeblickt? Sobald es aufhört zu regnen, werde ich ihn zurückrufen.

EDA-Medienseminar

10. Januar 2010

Die Phlunx

9. Januar 2010

Die Phlunx stammt mit grosser Wahrscheinlichkeit aus Ägypten, wo sie Jahrhunderte damit verbrachte, Pyramiden und Pharaoen zu bestaunen, bis die  zuvor schon durch permanente Nichtbeachtung stark reduzierten Restbestände der sehr sensiblen Spezie im dritten Jahrhundert nach Christus  innerhalb weniger Wochen dahingerafft wurden – vermutlich von einer Allergie gegen die Dämpfe der Balsamierungsöle. Phlunx (seit dem Aussterben in der Einzahl und der Mehrzahl gleich geschrieben) sind insofern ein äusserst rares zoologisches Phänomen, als nur Weibchen nachgewiesen werden können. Die Phlunxforschung steckt noch in den Kinderschuhen, es wird aber vermutet, dass es ursprünglich auch männliche Phlunx gegeben haben muss. Diese hätten wegen ihres stärker ausgebildeten Egos die ihnen entgegengebrachte Nichtbeachtung schlechter ertragen als die Weibchen, ihr Staunorgan sei deshalb rasch verkümmert und sie seien ohne Bestätigung durch ihre Umwelt jeweils kurz nach der Geburt weggestorben.

(zitiert aus Walters Tierleben, 4. Auflage, Hirnfort am Main, 1974)

Anstelle eines Schlafliedes

8. Januar 2010

(von Janet McCann aus: „Looking for Buddha in the Barbed-Wire Garden“, 1996, Avisson Press)

Ich lasse Schlaf
aus seinem Verschlag.
Er rennt über den Hof
klettert am Baum hoch
der Dein Fenster verdunkelt
klammert sich an der Unterseite
des dicksten Astes fest.

Ich rufe und rufe
er gräbt seine Nägel ein
und übernimmt den Baum.
Sein blauer Schatten wächst
den Stamm hoch. Meine Stimme
wird schwächer.

Das Heul

8. Januar 2010

Das Heul wird bisher erst vermutet, hauptsächlich aufgrund verschiedener, keiner bekannten Gattung zuordnungsbaren Funde von  versteinerten Tränen aus dem frühen Meso-Tristikum (3500-1800 vor Trost). Schon einige Male glaubten Forscher, das Heul anhand von Knochenfunden eindeutig bestimmen und seine Existenz endlich wissenschaftlich nachweisen zu können. Zuletzt weckte der australische Tristologe Bernard Loggins im Jahr 2007 Hoffnungen in der Forschergemeinde, als er behauptete, mit dem Heul direkt verwandte lebende Abkommen dieses sagenumwobenen Weinlings entdeckt zu haben. Leider stellte sich rasch heraus, dass es sich um gewöhnliche, wahrscheinlich durch Touristen aus Neuseeland eingeführte Schluchzer handelte, die in den Vororten von Sydney die Abfalleimer nach  Kitschromanen durchwühlten.

Rückwärts gleitend

8. Januar 2010

(von Janet McCann aus: „Looking for Buddha in the Barbed-Wire Garden“, 1996, Avisson Press)

Das Ganze hat etwas
Trauriges an sich, das sich wiederholt.
Wie der geschiedene Vater:
Holt jeden Sonntagmorgen
seine Tochter ab und bringt sie
um fünf Uhr zurück.

Den ganzen Nachmittag verbringen sie
im Park. Der Ententeich, die Strassen der Stadt.
Er gibt sich Mühe, die Blondinen
und das Büro zu verdrängen
und es gelingt ihm nicht.  Und sie,
ihm gegenüber sitzend in der Eisbude,
die um vier Uhr schon fast ausgestorben ist,
denkt an den Winter, den sie noch
zusammen verbrachten,
als er ihr Schlittschuhe schenkte,
wie sich die Kälte in ihrer Brust verfing,
wie ihr Xylophon klang, und wie die dünnen grauen
Spuren auf dem Eis
rückwärts gleitend zeigten wo sie war.

Filmsequenz

7. Januar 2010

Ein von einem alten Mann
vom Boden aufgehobener und am
Ärmel einer abgenutzten Jacke
glänzig geriebener Apfel…

Es ist Winter der Film alles andere
als rührend und der Schauspieler vermutlich
längst gestorben und trotzdem
kann ich schon wieder nicht verhindern
dass mir eine Träne in den Abspann
tropft

wahrscheinlich bin ich
ohne es zu merken
alt und vergänglich geworden